Halloween in der Kindervilla

Bald ist Halloween! Anfang Oktober fangen wir an, unsere Kostüme für die große Party am Monatsende zu planen. Obwohl Halloween mittlerweile weltweit gefeiert wird, handelt es sich um eine nordamerikanische Tradition, die auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurückblickt. Hier in Österreich wird es vor allem mit Horrorfilmen und gruseligen Kostümen in Verbindung gebracht, doch in ganz Nordamerika ist es auch eine Zeit, um herbstliche Leckereien zu genießen, die Jahreszeit zu feiern und bei den Kostümen kreativ zu werden.

Ein selbst gebackenes Brot in Form einer Mumie. Die Einschnitte in der bemehlten Kruste sehen aus wie Bandagen, dazu kommen Wackelaugen und eine Plastikspinne. Daneben liegen ein kleiner Kürbis und etwas Bast.       Ein Kind im gelben Malkittel stempelt mit einer Klopapierrolle orange und türkise Kreise auf schwarzes Papier. Sie steigen wie Blasen aus einem lila Hexenkessel auf. Daneben liegen Pappteller mit Farbe und ein ausgemaltes Punkt-zu-Punkt-Blatt mit einer Hexe.       Ein Bub im Vampirkostüm mit rotem Umhang, gemusterter Weste und geschminkter Kratzspur auf der Wange taucht einen Schwamm in lila Farbe. Auf braunem Papier vor ihm entsteht rund um eine Schablone ein lila getupfter Rand. Daneben stehen Becher mit grüner und lila Farbe auf einer Tischdecke mit Palmblättern.

Kürbisse, Leckereien und Kostüme

Vor dem 31. Oktober schnitzen wir Kürbislaternen, um unsere Gruppenräume zu beleuchten, backen herbstlich inspirierte Leckereien und verbringen viel Zeit damit, über die Kostüme zu sprechen, die wir bei unserer Feier in der Kindervilla tragen werden. Am Tag selbst wiederholen wir die gruseligen Reime und Geschichten, die wir im Laufe des Monats gelernt haben (manche Gruppen lernen sogar „gruselige“ Lieder, um sie mit ihren Familien zu teilen), und erfreuen uns an den Dekorationen, die unsere Pädagog*innen gestaltet haben.

Ein Fest unserer multikulturellen Gemeinschaft

Auch wenn Halloween weltweit beliebt ist, ist es für unsere internationalen Kolleginnen und Kollegen dennoch etwas Besonderes, den Kindern ein Stück ihrer heimischen Traditionen näherzubringen. Alle lassen sich von der Stimmung mitreißen, wenn wir „Winnie und Wilbur: Das Spukhaus“ vorlesen und unsere albernsten Halloween-Reime vortragen. Während wir Traditionen, Lieblingsrezepte und Erinnerungen an vergangene Feste austauschen, wird uns wieder bewusst, was für ein Geschenk es ist, Teil einer so multikulturellen Gemeinschaft zu sein.

    Ein Kleinkind streut konzentriert zerbröselte, getrocknete Herbstblätter auf einen Holzstern. Neben ihm liegen ein kleiner Ast und eine Schale mit weiteren Blattschnipseln.       Eine Frau schneidet mit einem Messer den Deckel eines großen orangen Kürbisses auf. Ein Bub im gestreiften Shirt sieht aufmerksam zu. Im Vordergrund liegen Schüssel, Messer und Löffel zum Aushöhlen bereit.

Lernen durch Spielen

Abgesehen vom Spaß fördern diese Aktivitäten die Entwicklung der Kinder in vielerlei Hinsicht: Reime, Geschichten und Lieder stärken die Sprachfähigkeiten und das Gedächtnis, während das Schnitzen von Kürbissen und das gemeinsame Backen die Feinmotorik und die Teamfähigkeit fördern. Das Kennenlernen verschiedener Traditionen trägt zudem dazu bei, dass die Kinder neugierig und offen gegenüber anderen Kulturen aufwachsen.

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